| Baugeschehen |
( aktualsiert:2.02.09 ) |
Bauarbeiten an der Aegidienkirche in luftiger Höhe
Viele Mitbürger fragen sich, warum sind die beiden Turmspitzen an unserer Kirche schon wieder eingerüstet.
Mit Beginn der Bauarbeiten für die Rettung der Aegidienkirche wurde in den 90-er Jahren das Maßwerk der Spitzen ausgebaut und durch neue Sandsteinteile ersetzt. Die Ecksäulen sollte unbedingt erhalten werden und wurden mit Sandsteinmörtel ausgebessert. Die Sandsteinelemente sind in Ihrer Höhe von 60 – 72 m extremen Witterungseinflüssen ausgesetzt und werden auch in ferner Zukunft immer Aufmerksamkeit bedürfen.
Die Firma Voigtländer aus Oschatz wurde beauftragt, die Sandsteinelemente zu überprüfen, die Fugen wieder zu schließen und die Eckstrebepfeiler mit einem neuen Verfahren zu verfestigen.
Dies geschieht in Zusammenarbeit mit Herrn Dr. Hilbert von der Firma Remmers. Dr. Hilbert hat die Fachbauleitung übernommen und wird uns fachlich dabei unterstützen, dass der Sandstein der Strebepfeiler nach dem heutigen Stand der Bautechnik saniert wird.
Alle losen Stellen der Sandsteine werden entfernt und der Sandstein ist bereits mit Hochdruckwasserstrahl gereinigt worden.
Für die Verfestigungsarbeiten ist wärmeres Wetter von mindestens. + 10 Grad Celsius erforderlich.
Diese Arbeiten sind im kommenden Frühjahr geplant.
Die Strebepfeiler sind aus unterschiedlichen Sandsteinqualitäten hergestellt worden und verwittern auch dementsprechend. Mit der geplanten Verfestigung solle eine große Tiefenwirkung entstehen. Die Anstriche erfolgen in 3 Arbeitsschritten. Mit dem ersten Anstrich kriecht die Chemikalie ca. 1 cm tief ein. Der 2. Anstrich wird im noch frischen Zustand aufgetragen und wird bis ca. 4 cm Tiefe eindringen. Der 3. Anstrich dringt danach bis ca. 8 cm tief ein. Durch dieses Verfahren entsteht keine Schalenbildung und der Sandstein wird bis in seinen Kernbereich verfestigt. Nach Abschluss der Arbeiten erhalten diese Flächen noch einen Anstrich mit einer Dichtungsschlämme.
In den Wintermonaten werden die Vorbereitungen getroffen, dass im kommenden Jahr auch noch die Eckfialen ( Zeichnung ) des 1. Umlaufs ( Türmerwohnung ) wieder errichtet werden. Die Bauteile werden aus eingefärbtem Faserbeton hergestellt. Zur Aufnahme der Windkräfte erhalten die Fialen, im Kern, eine Stahlkonstruktion aus Edelstahl. Die Verankerung wird im Turm mittels Kernbohrungen sein. Eine komplizierte und aufwendige Arbeit, die immer in Abstimmung mit der Denkmalpflege erfolgt. Mit der Montage der 8 Eckfialen hat dann unsere Stadtkirche ihr vollständiges Aussehen, wie sie vom Baumeister Prof. Heideloff einmal gebaut worden ist. Für diese Arbeiten werden wir keinerlei staatliche Förderung erhalten.
Wir als Verein haben uns verpflichtet, alle diese Mittel selbst aufzubringen !
Bitte helfen Sie uns, wir benötigen jeden Euro und Ihre Unterstützung für ein einmaliges Bauwerk in Sachsen.
Unser Spendenkonto bei der Sparkasse Leipzig
Konto: 152 0002790
BLZ: 860 55592 Rückblick auf die Arbeiten 2008
2008 standen die Arbeiten an der Apsis und Arbeiten am Turm auf dem Bauplan. Die Sanierungg der Apsis war zum Landesertedankfest am 21. September 2008 vollständig realisiert. Sandsteinarbeiten an der Aüßenfasade waren besonders aufwendig. Wunderbare filigrane Schmuckelemente erstanden in neuer Schönheit.
Die Apsis ist die der Sparkasse zugewandte Seite der Kirche. Es handelt sich um den .... ältesten Teil der Kirche, der zwar unter dem Stadtbrand puntuell in Mitleidenschaft gezogen , damals aber nicht restauriert wurde. Nun nach 40 Jahre DDR und enormer Umweltbelastung war mittlerweile den Schadensumfang so groß, dass viele Teile , die kaum noch zu erkennen waren, neu geferigt und eigefügt werden mußten. Insgesamt wurden in diesem Bauabschnitt über 900 Sandsteinteile entweder erneuert oder ausgebsssert.

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