Förderverein "Rettet St. Aegidien" e.V. Oschatz

Zum Inneren der Kirche (Gesamteindruck)

Blick in das Hauptschiff
Blick in das Hauptschiff

Das Innere der St. Aegidienkirche fasziniert durch seine schlichte, aber eindeutige Aussage. Interessant ist, dass die durchgängig klaren Formen des Klassizismus zu erkennen sind, jedoch das Aufstrebende der Neogotik die Horizontale durchbricht.

Der Altar...

Altar
Altar

ist ein Werk von seltener Schönheit. Heideloff entwarf den 3teiligen Altaraufsatz selbst, welcher dann in Nürnberg unter seiner Leitung angefertigt wurde. Auf den Seitenflügeln sind die 4 Evangelisten - von Heideloff selbst geschaffen - jede mit ihrer Symbolfigur zu sehen. Die Predella, ebenfalls von ihm selbst gestaltet, zeigt das Abendmahl Jesu.

Das Mittelteil zeigt Maria, die Mutter Jesu, wie auch Jesu Lieblingsjünger Johannes knieend unter dem Kreuz. Beide Figuren, sowie auch die oben schwebenden Engel mit Spruchbändern, sind auf Bleiglas gemalt. Der Entwurf stammt von Historien- und Porträtmaler sowie Mitglied der Düsseldorfer Schule und zur damaligen Zeit Direktor der Dresdner Galerie, Prof. Julius Hübner, Dresden. Der Ausführende war Carl Samuel Scheinert. Scheinert war Glas- und Porzellanmaler der Meißner Porzellanmanufaktur und gehörte der Dresdner Kunstakademie an. Der Mittelschrein des Altars gilt als die erste Buntglasmalerei nach dem Mittelalter.

 

Wenn Sie sich für den Altar interessieren, so können Sie gern eine Festschrift mit einer bildhaften Darstellung des Altars bei uns angefordert. Bitte benutzen Sie dazu unsere Kontaktseite.

Die Kanzel...

Kanzel
Kanzel

ist reich verziert und vergoldet. Sie weist gotische Elemente auf, wobei jedoch die Horizontale mehr betont wird. Um den Kanzelkorb stehen Jesus und die Apostel, die ihre Attribute und die Zeichen ihres Märtyriums tragen. Diese Figuren sind Nachbildungen der Erzstatuetten vom Sebaldusgrab in Nürnberg. Entworfen wurden die Originale 1488 von Peter Vischer d.Ä. und angefertigt Anfang des 16. Jahrhunderts.


Der dazu gehörige und mit einem hohen Aufsatz verzierte Schalldeckel der Kanzel wurde nach einem Entwurf von Heideloff gestaltet. Auf der Unterseite des Schalldeckels ist die Taube als Symbol des Heiligen Geistes zu sehen.

Der Taufstein...

Taufstein
Taufstein

Der Taufstein hat die Form eines Kelches, dessen acht Seiten mit schönen Ornamenten geschmückt sind. Er wurde nach dem Stadtbrand 1849 gefertigt. Der Steinbildhauer August Träger schuf ihn aus feinstem Sandstein.

Die Orgel...

Orgel
Orgel

ist ein Werk des bekannten sächsischen Orgelbaumeisters Carl Gottlieb Jehmlich aus Zwickau. Sie wurde 1851 eingeweiht. Eine grundlegende Modernisierung durch die Fa. Jehmlich, Dresden, erfolgte 1933.

 

Die Orgel besteht aus 58 klingenden Registern und 29 Spielhilfen. Sie enthält 3900 Pfeifen. Davon sind 240 aus Holz, 180 aus Zink, 20 aus Kupfer und 3460 aus Zinn. Die Mischmöglichkeiten der vielen Klangfarben der Orgel sind nahezu unerschöpflich und erreichen die Menge einer 17 stelligen Zahl.

 

Das Werk gestattet es, Orgelkompositionen aller Zeiten, von vorbachschen Meistern bis zu Reger und Gegenwartskompositionen stilistisch einwandfrei zum Erklingen zu bringen. Im Zuge der Restaurierung der Kirche (2004) wurde sie vollständig restauriert.