Förderverein "Rettet St. Aegidien" e.V. Oschatz

 

Der natürliche Schmuck von St. Aegidien 

 

Eine OAZ-Nachlese

 

Oschatz(GL). Wer ist die Schönste im ganzen Land? Gesucht wird die schönste Erntekrone und der schönste Erntekranz – initiiert vom Sächsischen Landfrauenverband (SLFV). 34 Exponate sind derzeit in der St. Aegidienkirche ausgestellt. Eröffnet wurde die Schau vom sächsischen Landwirtschaftsminister Frank Kupfer (wir berichteten). Er gab in seiner Rede zu, froh zu sein, nicht in der Jury zu sitzen, denn „jede Krone hätte den 1. Platz verdient“.
Beeindruckt zeigte sich der Staatsminister auch von den Darbietungen des Chors des Thomas-Mann-Gymnasiums unter der Leitung von Marc Hartwiger und des Duos Dieter Altmann (Gitarre) und Susanne Hornemann (Violine). „Das war toll, was Ihr geboten habt“, sagte er zum Chor gewandt. Und ein ebenso herzliches Dankeschön richtete er an das Duo.
Die Besucher waren begeistert von der Vielfalt der Arbeitsmaterialien und der Fantasie. Unter den 34 Ausstellern, dabei handelt es sich meist um Landfrauenvereine und Kirchgemeinden, sind auch ganz private Initiativen zu bewundern. Aus dem Altkreis Oschatz zum Beispiel haben sich die Familien Grosch und Andrich aus Malkwitz an dem 15. Wettbewerb „Schönste Erntekrone – schönster Erntekranz 2008“ beteiligt. Ebenso Ella Schwambach aus Calbitz und Cilli Manteuffel aus Wellerswalde. Im Gespräch erfuhr die Oschatzer Allgemeine, dass sie insgesamt sechs Stunden an ihrer Krone gearbeitet hat. „Wichtig ist auch der Zeitpunkt, wann das Getreide für die Krone gesammelt wird. Der muss passen. Zu früh ist nicht gut und zu spät erst recht nicht“, erklärte Cilli Manteuffel.
Ob der Minister oder der Oschatzer Oberbürgermeister – niemand konnte sich bei dem folgenden Rundgang für eine Krone oder einen Kranz entscheiden. Alle seien sehr schön. Auch die Erntekönigin Antje wusste keine Antwort auf die Frage, welches Exponat das schönste sei. Allerdings reagierte sie dann doch recht schnell und sagte: „Meine!“ und zeigte auf ihre Blütenkrone auf dem Kopf.
Dass die Entscheidung schwer wird, hat auch etwas mit der Anzahl der Exponate zu tun. „So viele hatten wir noch nie“, freute sich die Geschäftsführerin des SLFV Kerstin Lippold. So machten Landfrauen von sich reden. Davon konnten sich die Besucher auch im Foyer der Kirche überzeugen, wo Landfrauen aus Sachsen ihre Kunstwerke zeigten – zu Kuscheltieren verarbeitete Kaninchenfelle, Schmuck aus feinem Draht und vieles mehr.

 

Bürger haben noch bis kommenden Freitag die Möglichkeit, an der Bewertung der Exponate teilzunehmen. Dafür liegen in der Kirche Bewertungszettel aus. Geöffnet ist täglich von 10 bis 18 Uhr.